Thüringer Seniorenverband BRH e.V.

Eisenach

Vergnüglich- nachdenkliche Bescherung zum Jahresabschluss im BRH

 
Der Weihnachtsmann kam zwar nicht aus dem Thüringer Wald, sondern aus einem Münchner Studio. Seine Statur war durchaus angemessen und sogar sein Bart war echt. Das markanteste Merkmal war aber seine Stimme, die wie naher oder ferner Donner anmuten konnte, dem Anlass entsprechend aber vorwiegend sehr freundlich wirkte.
 
Manfred Erdmann, eigentlich Schauspieler und Synchronsprecher, hatte dem anspruchsvollen Publikum entsprechend eine kluge Auswahl an weihnachtlichen Geschichten und Gedichten von Brecht bis Loriot getroffen, die von den Anwesenden mit Hingabe und viel Beifall aufgenommen wurden. Daran hätten sie sich über die Kaffeepause und den zweiten Teil hinaus gerne noch länger erfreut.
 
Mit dem vielstimmigen Gesang von Weihnachtsliedern und einem kleinen Präsent bedankten sich die Senioren, von denen Einige sich erboten, die vorbereiteten Geschenktüten an kranke und behinderte Mitglieder zu überbringen. 
 
Zu Beginn hatte die Gemeinschaft bereits der Mitglieder gedacht, die der Tod in diesem Jahr unerwartet aus ihrer Mitte gerissen hatte. Die Ausgabe der neuen Jahresarbeitspläne konnte andererseits die Gedanken nach vorne  richten, Hoffnung und freudige Erwartung auf das kommende Jahr wecken.              I. Heilemann
 

 

Eisenach

 

Ehrungen, Verbandsfragen und Fotos von der Lüne-Reise                                     

Neun Urkunden für 25-jährige treue Mitgliedschaft im Eisenacher Seniorenverband BRH und gelbe Rosen warteten auf die langjährigen Mitglieder. Frau Dell würdigte ihren Mut und ihre Bereitschaft, sich in der schwierigen Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs und einer ungewissen Zukunft für ihre Bürgerrechte und die Anerkennung ihrer Lebensleistung einzusetzen. Leider war es aufgrund ihres gesundheitlichen Zustandes sowie der ungewöhnlichen Hitze nicht allen möglich, an der Ehrung teilzunehmen. Neben einem besonderen Dank erhielt Brigitte Störmer eine kleine Prämie aus dem eingesparten Reisegeld für ihre ganz vorzügliche Reiseplanung und organisatorische Entscheidungen vor Ort.

Anni Bocklisch würdigte in ihrem Beitrag vor allem die besonderen Fähigkeiten und die umsichtige, zielstrebige Leitungstätigkeit der Vorsitzenden, die den Fortbestand des Eisenacher Ortsverbandes sichert.

Karin Dell informierte über die Probleme im Landesverband nach der altersbedingten Übergabe der Leitung an einen Nachfolger, der bald aus persönlichen Gründen sein Amt aufgeben musste. Nun ist Jürgen Pfeffer kommissarischer Amtsinhaber. Aber inzwischen haben sich mehrere Ortverbände eines fehlenden Leiters wegen aufgelöst oder zu selbständigen Vereinen erklärt, um sich ganz dem örtlichen Vereinsleben zu widmen. Der OV Eisenach bleibt seiner Tradition treu und wird auch mit seiner Leiterin Karin Dell und ihrem eingespielten Team die vielseitige politische, kulturelle, fürsorgliche und gesellige Verbandsarbeit fortsetzen. Obwohl die Mitgliederzahl altersbedingt geschrumpft ist, bleibt der OV Eisenach drittstärkster Ortsverband in Thüringen. Erfreulich ist neben einigen Neuanmeldungen, die Bereitschaft einiger Mitglieder, die Arbeit zu unterstützen, Kontakte zu sichern und Behinderte bei Veranstaltungen zu transportieren. Auch konnte ein neues und geeignetes Mitglied als BRH-Vertreterin im  Seniorenbeirat der Wartburgstadt gewonnen werden.

Während die zahlreichen Veranstaltungsvorschläge in den vergangenen Jahren weitgehend berücksichtigt werden konnten, wurden spontan keine neuen Wünsche für die nächste Zeit geäußert. Sie können aber auf den ausgeteilten Vordrucken noch in Ruhe bedacht und vermerkt werden. Anregend wirkte vielleicht eine Auswahl der Reisefotos, welche die Anwesenden während des Kaffeetrinkens auf der Leinwand an sich vorbeiziehen lassen konnten.                

I. Heilemann

 

 

 

 

Eisenach

 

Europa aktuell und wie weiter?
 
Der Eisenacher Seniorenverband BRH widmet sich in seiner Mai-Veranstaltung der Besorgnis erregenden Frage, wie es aktuell um die EU steht und der europäische Einigungsprozess weitergehen soll. Referent und Gesprächspartner ist Herr Heinz Hoffmann vom Europäischen Informationszentrum Thüringen.
 
Die Veranstaltung findet am 10. Mai um 14 Uhr im Logotel statt, während die ursprünglich vorgesehene Fahrt nach Weimar auf den 1. Juni verschoben wird (9 Uhr Bahnpost). Schon am 18. Mai wandern wir „in den Frühling“ und treffen uns dazu um 9:30 am Busbahnhof, Linie Bad Liebenstein.            
 
I. Heilemann

 

Eisenach

 

Den Internationalen Frauentag gemeinsam begangen
 
Pünktlich am 8. März veranstaltete der Eisenacher Seniorenverbandes BRH im „Nachbarschaftstreff“ in der Goethestraße seine Veranstaltung zum Internationalen Frauentag. Begrüßt wurde dazu auch die Sängerin Jannike Schubert vom Landestheater sowie die zahlreichen Gastgeberinnen aus der Nachbarschaft, die den Kuchen gebacken hatten und für die Bewirtung sorgten. Der Gratulation zum Ehrentag und dem Wunsch für gemeinsame angenehme Stunden folgte ein kurzer Rückblick auf die opferreichen Kampfaktionen der Frauen in der ganzen Welt seit der Französischen Revolution vor über 200 Jahren. Ihnen ging es unter  der Losung „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ darum, dass die verkündeten Menschen- und Bürgerrechte, entgegen dem bestehenden Recht, auch für Frauen gelten sollten.
 
So konnten allmählich ihn zahlreichen Ländern verschiedene Forderungen, wie Wahlrecht, das Recht auf Erwerbstätigkeit, gleiche Bildung durchgesetzt werden. Clara Zetkin und Käte Dunker regten 1910 auf der II. Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen an, jährlich den „Internationalen Frauentag“ zu begehen. - Der Kampf geht heute weiter. Ehemalige DDR-Frauen, die mit der Vergangenheit wiedervereint wurden, begreifen inzwischen, dass der 8. März nicht nur ein Vergnügungstag sein kann. Sie müssen teilnehmen und lernen, für ihre eigenen und für die Rechte aller Frauen der Welt zu kämpfen. Sie schenken schließlich nicht ihren Kindern das Leben, damit sie für den Reichtum einer kleinen, mächtigen Oberschicht schuften oder arbeitslos dahinvegetieren, in sinnlosen Kriegen verbluten oder vor Bomben und Hunger fliehen und im Meer ersaufen.
 
Die Parole „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ ist heute so gültig wie 1789. Während sich Politiker streiten, Betroffenheit über angezündete Unterkünfte äußern, handeln viele Frauen in unserem Land spontan und ehrenamtlich. Besonders ihnen gebührt am 8. März Lob und Ehre, aber auch Freude. Die brachte mit ihrem Auftritt, mit schöner Stimme und einem Liederstraus aus dem Chanson-Schauspiel „Alexandra“ die entzückende Sängerin. Nach einer Kaffeepause konnte man erneut dem ausdrucksvollen Vortrag der Sängerin lauschen.                                                                                                    
 
I. Heilemann
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eisenach

 

„Vom Heimkind zum Kommunalpolitiker“
Uwe Schenke Gesprächsgast im Eisenacher Seniorenverband BRH
 
Als jüngstes von 5 Kindern geschiedener Eltern wurde der einjährige Uwe in einem Kinderheim aufgenommen. Vier gab es in Eisenach, alle schön gelegen im südlichen Villenviertel gegenüber der Wartburg. Dem unbequemen, hyperaktiven Kind wurde anstelle von Pharmaprodukten liebevolle Zuwendung zuteil -  die damalige Heimleiterin spricht heute noch von „mein Uwe“. Der Junge lebte bis zum 18. Lebensjahr im Heim und hatte es in dieser Zeit gut. Der allgemeinen Entwicklung entsprechend wurden die Bedingungen auch immer besser. Schliefen die Kinder anfangs zu 20 im Saal in Doppelstockbetten, brauchte er später nur mit vier anderen das Zimmer zu teilen. Zwar war das Taschengeld nicht üppig, es nahm aber mit der Zeit zu. Die Heimleitung sorgte für gutes Essen und dass die Kinder stets ordentlich gekleidet waren. Natürlich war die Erziehung auf kollektives Verhalten, die sozialistische Persönlichkeit sowie auf einen erfolgreichen Schulabschluss gerichtet. Von 12 Jugendlichen schlossen drei mit der 8. Klasse ab, um ein Handwerk zu erlernen, neun gingen weiter. Das Leben war auch Dank der schönen Umgebung abwechslungsreich und interessant. Individuelle Interessen wurden gefördert und  ebenso trugen Patenschaften zu Betrieben und anderen Kollektiven dazu bei. Es entwickelten sich z.T. enge Freundschaften, die bis heute Bestand haben. - Uwe Schenke lernte und arbeitete nach dem Armeedienst als Maschinenbauer, Erzieher und schließlich als Ergotherapeut. Nebenbei engagiert er sich als Stadtverordneter sowie als Vorsitzender des Ausschusses für Soziales, Bildung und Gesundheitswesen. - Auf seinen Vortrag folgte eine interessante Diskussion, zu der frühere Erzieher, Heimleiter und Lehrer, vor allem auch als Gäste zwei weitere ehemalige Heimkinder beitrugen.
Der 1. Gast berichtete über seinen unerfreulichen Weg durch Kinderheime, einen Jugendwerkhof  und die Gewalteinwirkung eines Erziehers, durch die er einen bleibenden Schaden davontrug. Zu Recht wurde ihm deshalb eine Entschädigung zuerkannt. Grund des anhaltend widerborstigen Verhaltens sei die Sehnsucht nach seiner Mutter gewesen, die ihn bei ihrer Ausreise nach Hamburg in der DDR zurückgelassen hatte.
Eine Frau als 2. Gast hatte nur Positives über ihr Heimleben in Eisenach und Wilhelmsthal zu berichten. Auch andere Kinder seien gerne im Heim gewesen, und manche, die zur Adoption freigegeben worden waren, wären aus Sehnsucht nach der Heimgemeinschaft dorthin zurückgekehrt. In der Broschüre „Erinnerungen, eine Nachkriegskindheit im Schloss und Kinderheim Wilhelmsthal“ erzählt sie ausführlich von diesem Leben.
Die übrigen Beiträge betrafen das undifferenzierte und einseitig negative Urteil, das heute über DDR-Kinderheime gefällt und als rein politisches Urteil angesehen wird. Es reiht sich ein in die ablehnende Haltung der westlichen Politik gegenüber dem östlichen Landesteil seit dem 2. Weltkrieg und den Bemühungen zur Verunglimpfung und Delegimitierung der DDR, ihrer Leistungen und Bestrebungen nach der Wende.   
I. Heilemann
 

 

Eisenach

 

Wertvoller Vortrag über eine besondere Donaureise
 
Seit Monaten wird man in den Nachrichten mit dem Begriff „Balkanroute“ konfrontiert. Fast täglich wurde man dazu in Wort und Bild über Hindernisse und unmenschliche Bedingungen unterrichtet, die den Kriegsflüchtlingen den Weg in die Sicherheit erschweren und versperren. Der Bericht von Dr. Manfred Günther beim Eisenacher BRH musste nicht als Reisewerbung angesehen werden, konnte aber die Augen öffnen über die heutigen Zustände in unseren ehemaligen Bruder- und Reiseländern, auch im Zusammenhang mit den Flüchtlingsströmen. - Das ist das Besondere an Dr. Günthers Donaureise. Die Reise selbst war schön und sehr interessant:  18 Tage an Bord, 4500 km auf einer Wasserstraße, die 10 Länder verbindet und fünf Hauptstädte durchfließt, prachtvolle Bauten vor allem in Wien, Budapest und  Istanbul, schöne Flusslandschaften und die gewaltigen Stauanlagen am „Eisernen Tor“,  das riesige Schutzgebiet des Donaudeltas  und schließlich noch der Blick über den menschenleeren Strand auf das Schwarze Meer. Menschenleer  wie noch andere Strände war auch manche prächtige Großstadtstraße, womit sie die unvorstellbare Armut, Arbeitslosigkeit und Hoffnungslosigkeit der meisten Menschen dieser Länder widerspiegeln. Neben den Problemen, die sich aus der Politik von EU und NATO ergeben, wirken sich damit auch ungelöste Probleme des 19. und 20. Jahrhunderts aus. So ist in Ungarn eine Partei legal, die ähnlich wie Hitler die Judenvernichtung im großen Stil betrieb – statt in Gaskammern, wurden sie zum Ersaufen in die Donau getrieben. In Bulgarien wurde in jüngster Zeit aus Mangel an geeigneteren Finanzquellen der größte Teil von Grund und Boden an ausländische Unternehmen verkauft, die auf riesigen Flächen Ölpflanzen zur Spritgewinnung  anbauen - 132 Dörfer sind nun verweist. Dagegen tritt die Slowakei in jeder Hinsicht als positive Ausnahme in Erscheinung und Bratislava als schöne und lebendige Stadt. Das ärmste Land der Balkanregion ist Moldawien. Aber das mittelgroße Flussgastschiff war aber moldawischer Herkunft, wie auch die gesamte Mannschaft. Da sie alle mit den deutschen Gästen deutsch sprachen, war natürlich die Verständigung sehr gut.   I. Heilemann  

Eisenach

 

Jubiläumsfeier beim Eisenacher Seniorenverband BRH am 20. Oktober


Vor 25 Jahren, im Sommer 1990, gründeten 19 engagierte Eisenacher im Hotel „Thüringer Hof“ den Eisenacher BRH-Ortsverband und wählten Robert Wickner zum 1. Vorsitzenden. Wenig später wurde das Gründungsmitglied Günter Nickol aus Mihla Thüringer Landesvorsitzender.

Unter Heinz Bocklisch wuchs der Ortsverband zeitweise auf über 100 Mitglieder an. Um sie kümmerte er sich im Rahmen seiner Möglichkeiten, setzte sich für Rentengerechtigkeit, für ihre wirtschaftlichen und sozialen Interessen ein. Inzwischen werden vom Vorstand auch verstärkt kulturelle und gesellige Veranstaltungen, Wanderungen, Reisen und Tagesausflüge organisiert.

Anliegen und Vielfalt werden von Karin Dell, der heutigen Vorsitzenden, in der  Feierstunde am 20. Oktober um 14 Uhr im „Logotel“ anhand von Bildbeispielen anschaulich vermittelt. Mitglieder und  Gäste sind dazu herzlich eingeladen.                                                                      

I. Heilemann

 

 

Jena

 

 

 

 

Eisenach

 

Frauentagsveranstaltung des Eisenacher Seniorenverbandes BRH

 

 Anlässlich ihres Ehrentages wurden den lieben Frauen sowie den „herr“lichen Mitgliedern des Vereins gleich zwei einmalige Höhepunkte geboten, was am Ende mehrere Seniorinnen sogar zu der Äußerung veranlasste, es habe sich um die schönste Veranstaltung gehandelt: Bürgermeister Andreas Ludwig hatte trotz der knappen Zeit, die ihm zur Erledigung seiner Amtspflichten und Herzensangelegenheit bei der Entwicklung von Eisenach noch bleiben, die Einladung gerne angenommen, um mit wohlklingender Stimme die Frauen zu beglückwünschen.

 

Der einer Baumeisterdynastie entstammende Rheinland-Pfälzer fühlte sich in Eisenach trotz aller Probleme sehr wohl. Gerne hätte er weitere Projekte nicht nur nach und nach mit auf den Weg gebracht, sondern auch der Vollendung zugeführt. Familiäre Beweggründe ließen ihn aber die günstige Gelegenheit ergreifen, ab Mai eine entsprechende Aufgabe in Trier anzunehmen. In der verbleibenden Frist will er sich bemühen, an seinem alten Arbeitsort ein bestelltes Feld zu hinterlassen.

 

Über die aktuellen und künftige Eisenacher Baumaßnahmen sowie spezielle Anfragen gab er fachmännische und zufriedenstellende Auskünfte. Sie wurden schließlich vom Kaffee abgelöst. Dann hatte schon der Chor des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Ruhla Aufstellung genommen. Unter Leitung von Frau Dr. Köppe bot er mit einem einstündigen Konzert einen wahren Schmaus für Ohren und Augen.

 

Die breite Auswahl alter und neuer Gesänge, die melodisch, rhythmisch, sprachlich nicht einfachen Lieder, frei locker und lebendig von den Mädchen und Jungen unterschiedlichen Alters vorgetragen,  beeindruckte die Zuhörer derart, dass sie daraufhin dem Chor spontan 200 € für den nächsten Auftritt im Ausland spendeten.                                                                            

I. Heilemann

 

 

 

 

Eisenach

 

Nützliche Information über Pflegeversicherung und neues Pflegestärkungsgesetz

          

Die „Pflegeberatung der AOK Plus“ hatte sich bereit erklärt, in der Januarveranstaltung des Eisenacher Seniorenverbandes BRH über die Pflegeversicherung und das neue Pflegestärkungsgesetz aufzuklären. Die Wichtigkeit lag auf der Hand, da das Gesetz am 1. Januar gerade in Kraft getreten ist und besonders die anwesende Altersgruppe betrifft. Dementsprechend war Herr Hubrig, der Leiter des Beratungsteams selbst erschienen, in Begleitung von Frau Helmschrot, der zuständigen Mitarbeiterin.

       Herrn Hubrichs Darlegungen zu wesentlichen Bereichen der Pflegeversicherung waren zwar relativ umfangreich, aber durch die anschauliche Vortragsweise und praktische Beispiele gut verständlich. Er erklärte, dass die seit 15 Jahren bestehende Pflegeversicherung den veränderten gesellschaftlichen Bedingungen angepasst werden musste, was natürlich auch eine Steigerung der Finanzierung erforderlich mache. Laut Gesetz werde das auch künftig bei allen Kassen der Fall sein.

       Großen Raum nahmen die Erklärungen zur Stärkung der häuslichen Pflege ein. Sie kann nach halbjähriger Pflegebedürftigkeit und Begutachtung durch den Medizinischen Dienst vom Pflegedienst als Pflegesachleistung oder privat gegen ausgezahltes Pflegegeld erbracht werden. Eine schriftliche Übersicht zu den Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung ab 01.01.2015 konnten die Zuhörer mitnehmen. Sie enthält auch zusätzliche Leistungen wie Kurzzeitpflege, Tages- und Nachtpflege sowie Verhinderungspflege. Da es nicht zuletzt um die Vereinbarkeit von Familie - Pflege – Beruf geht, dementsprechend die Möglichkeiten und Leistungen weitgehend an individuelle Wünsche und Erfordernisse angepasst werden können, sollten sich Betroffene und Angehörige bei unabhängigen Fachkräften bzw. in Pflegestützpunkten beraten lassen.                                                                                                                                                                          

I. Heilemann

 

 

 

Eisenach

Weihnachtsstimmung im Eisenacher Seniorenverband BRH mit dem Posaunenchor

 

Als vorgezogene Bescherung erhielten die Mitglieder zwar den farbenfrohen Arbeitsplan für das nahende 15. Jahr die Hand, doch Frau Dell ließ zunächst noch einmal das Vereinsgeschehen des nun zu Ende gehenden Jahres 2014 an den Zuhörern vorüberziehen. An so manches Erlebte erinnerte sich jeder gerne, vor allem an die sonnigen Tage im östlichen Grenzland. Doch als dann im Zeitraffer die Bilder vom historische Bautzen, dem prachtvoll restaurierten Görlitz, der gemütlichen Kaffeetafel am Kloster Mariental, der Kremser-Fahrt durch den Pückler-Park an den Augen vorbeizogen, kam Sehnsucht auf. Ein kleines Gegengewicht bildeten wenigstens die schönen Bilder der durchwanderten heimischen Landschaft. Dann brachten die schönen weihnachtlichen Klänge des Posaunenchors zu Kaffee und Stollen die Anwesenden schnell wieder zurück in die Gegenwart. Besonders das Mitwirken des Bläsernachwuchses und die solistischen Darbietungen von Schein-Junior auf dem Keyboard wurden mit Aufmerksamkeit und viel Beifall gewürdigt.                  
 
Heilemann T+F
 

Eisenach

 

K.-H. Dietze mit „Eisenacher Mosaik“ im BRH

 

Alte Eisenacher kennen sich in ihrer Stadt gut aus. Sie kommen mit dem natürlichen Navi im Kopf, soweit die Beine noch tragen, oder mit dem bequemen Stadtbus überall hin. Bis auf Baulücken hat sich ja in den letzten Jahren auch nicht viel geändert. Sogar die inzwischen bewaldete Baugrube am Tor zur Stadt gehört zum Alltag. Doch Herr K.-H. Dietze kann die versammelten Senioren mit interessanten geschichtlichen Begebenheiten überraschen und sie auf  unbeachtete Merkmale hinweisen. In zwei Veranstaltungen im „Logotel“ wandert er mit ihnen in Gedanken vom „Annatal“ bis in die „Kleine Jüdengasse“ und einen Monat später durch die „Große Jüdengasse“ bis zum „Zeisiggrund“.

 

Doch bis dahin konnte man erfahren, welchen honorigen Frauenpersönlichkeiten Anna- und Mariental  ihre Namen zu verdanken haben, was der Forstmann König für die Waldgestaltung bewirkte, dass die Wichmann-Promenade einem Hamburger Kaufmann zu verdanken ist, der Prinzenteich aus einer Gänsepfütze entstand und der stinkende Löbersbach Ende des 19. Jh. von der Oberfläche verschwand. Neben der Erwähnung weiter Persönlichkeiten wie Alexander, der die Wartburg wieder erbauen ließ, und dem Zeitungsgründer Kühnert, wurde auf besondere Gebäude verwiesen, deren Bedeutung und Herkunft, u.a. auf die Schwimmhalle, das „Schmale Haus“, das vor dem Abriss bewahrt wurde, das „Drillhaus“ und den „Gachteich“  für Sünder, aber auch auf bedeutende Besucher, wie Leo Tolstoi im Thüringer Hof. Durch die Jüdengassen, die heutige Karlstraße, wo sich zeitweise die Juden niederlassen und der Stadt zu Wohlstand verhelfen durften, kommt man zum Marktplatz und der soeben restaurierten Nikolaikirche mit der Gedenkplatte für berühmte Eisenacher Persönlichkeiten.

 

Gegenüber, neben dem Schloss befindet sich das ehemalige Hotel Rautenkranz, von dem für durstige Gäste ein unterirdischer Gang zur Gaststätte „Rotensteiner“ führte, die auch „Geburtsstätte“ der Isenächer Originale „Henner und Frieder“ ist. Ein Wandbild mit den beiden Figuren schmückt das Haus. Zahlreiche Kunstwerke und dekorative Fassadengestaltungen sind noch in der Stadt zu finden, u.a. der „Schwarze Brunnen“, eine Entschädigungsgeste Napoleons.

 

Neben dem Hinweis auf das Kloster mit dem Flüsterbogen, auf den Alten Friedhof, die Alte Posthalterei und die Garnisonkirche wird auch Pfarrersohn und Atomspezialist Fuchs erwähnt, der zur Wahrung des friedenserhaltenden Gleichgewichtes in der Welt amerikanische Herstellungsgeheimnisse an Russland verriet. Am Ende der Katharinenstraße, am Gasthaus „Stern“, führt der Ehrensteig zur „Klemme“, wo einst 500 Hunde des Herzogs gehalten wurden. Mit den Höhlen in der Felswand am Ende der Stadt, die im 2. Weltkrieg als Schutz vor Bombenangriffen dienten, einem passenden Scherz und Kräpfeln zum 11.11. sowie dem gebührenden Beifall der Zuhörer endete das Mosaik.

 

Text u. Bilder: Heilemann    

 

 

 

 

Eisenach

 

Sonnige Tage im östlichen Grenzland

Wunderbares Wetter machte die von Brigitte Störmer organsierte sehr abwechslungsreiche und altersgerechte Busreise zu einem großartigen Erlebnis für die Senioren vom Eisenacher BRH. Bereits auf der Hinfahrt erhielten sie einen Vorgeschmack auf schöne Stadtgestaltung während einer Führung und der Freizeit in Bautzen. Mehr Muße zum Genießen einer hervorragend restaurierten alten Stadtlandschaft hatten sie während des mehrtägigen Aufenthalts in Görlitz. Die Führungen durch Bereiche des verzweigten und vielgestaltigen Zentrums waren auf zwei Tage verteilt.

 

Sie wurden durch ein Orgelkonzert in der Peterskirche, ein Freiluft-Mittagessen in der „Vierradenmühle“ direkt am Neißeübergang  nach Zgorzelec und ein zünftiges Abendessen beim „Nachtschmied“ bereichert. Nach Belieben und  bequem ließen sich die Eindrücke individuell ergänzen, denn das Hotel für die Eisenacher lag direkt an einem zentralen Platz. Dort konnte man auch unter Bäumen sitzen, die Wasserspiele, den „Dicken“ Wehr- und Glockenturm betrachten und sich bewirten lassen. Bis zum großen Park an der Neiße war es nicht weit. Doch die Tage enthielten auch Ausflüge in das weiter stromauf liegende Nonnenkloster Marienthal, sowie 60 km stromab nach Bad Muskau.

 

Der deutsch-polnische Pückler-Park zu beiden Seiten der Neiße mit seinem imposanten Schloss bot neben schönen Aussichten, einer Kremserfahrt und dem Kaffeetrinken im Schlosscafe noch verschiedene Besichtigungsmöglichkeiten. Für den Heimfahrttag war ein längerer Abstecher nach Dresden eingeplant. Nach einer Stadtrundfahrt, auf der eine Stadtführerin mit ihrem interessanten, lebendigen und punktgenauen Vortrag überraschte, konnte sich jeder nach Belieben dem Flair von „Elbflorenz“ hingeben. Dann ging es zurück in die kreisfreie und sanierungsbedürftige Heimatstadt.

I. Heilemann

 

 

 

 

 

 

 

Eisenach

 

 

 

 

„Meine Reise nach Korsika“


Frau Veronika Stegmann ist uns gut in Erinnerung von ihrem persönlich erlebten Jakobsweg. Heute konnten wir teilhaben an Erinnerungen und Bildern über ihre Lieblingsinsel „Kalliste“, was die Schöne heißt. Schon viermal hat sie das gar nicht so ferne Paradies besucht, und das soll noch nicht das Ende sein. Mit dem Flugzeug ist man zwar schnell am Ziel, doch sie bevorzugt stets auf wechselnden Routen den beschaulichen und interessanteren Zugang mit PKW und Fähre. Ob über den Brenner und am Gardasee entlang oder auf der alten Gotthardstraße über die Alpen, es gibt unterwegs so viel Schönes zu sehen. Der Lago Maggiore hat sie einmal drei Tage festgehalten. - Über Pisa erreicht man den Hafen in Livorno. Nach etwa vierstündiger Überfahrt ist man in Bastia, einer interessanten alten Stadt.
Südwärts zieht sich über die 4.größte Mittelmeerinsel ein schroffer, über 2000 m hoher Gebirgszug. Ein Kammweg, der von 4 Pässen überquert wird, erfordert gutes Schuhwerk und Kondition. Weiter unten ist die Landschaft sehr abwechslungsreich. Ihre besondere Vegetation verströmt einen unverwechselbaren Duft, der sich auch in den produzierten Parfüms wiederfindet. Einmalig sind korsisches Kastanienbier und schwarze Schweine, die die engen Gebirgsstraßen unsicher machen. Aber sie liefern Fleisch für die kleinen Bauernmärkte, die noch weitere einheimische Produkte anbieten. An der Küste wächst Wein und stille Strände laden zum Baden.
Die natürliche und Freiheit liebende Bevölkerung wird immer älter und nimmt ab. Doch für rüstige Rentner war der Erlebnisbericht eine starke Anregung, diese besondere Welt bald kennenzulernen. Wer sich das nicht mehr zutraut, kann nun wenigstens von ihr träumen. Ingo Heilemann
 

 

Eisenach

 

Generationenproblematik und Thür. Seniorenmitwirkungsgesetz

                          

Nach der Begrüßung der Gäste aus Erfurt, dem Glückwunsch für 2 Jubilarinnen durch die amtierende Vorsitzende Karin Dell, der Gedenkminute für kürzlich verstorbene Mitglieder, erläutert Herr Michael Panse, Beauftragter der Landesregierung für das Zusammenleben der Generationen, die Generationenproblematik.

 

Herr Jürgen Pfeffer, ein alter Eisenacher, ist Stellvertretender Vorsitzender des BRH-Landesvor-standes. Mit dem Generationenbeauftragten arbeitet er gut zusammen, auch wenn er nicht in allem gleicher Meinung ist. Seiner Meinung nach fehlt das geeignete politische Umfeld. Für wichtige Fragen habe die Landesregierung keine offenen Ohren, und das Seniorenmitwirkungsgesetz sei wohl eher ein „Seniorenbeschwichtigungsgesetz“. Sehr kritikwürdig findet er das rückständige Schulsystem und auch einen fehlenden Mindestlohn. Unakzeptabel findet er, dass die Seniorenvertreter bestimmt und nicht demokratisch gewählt werden. Dem nächsten Seniorenbericht sieht er deshalb mit kritischer Erwartung entgegen, denn die Senioren vertreten, können nur die Senioren selbst.